Alexej Zaslavski
25. March 2026
Der Vertragsabschluss mit Helios verlief zunächst professionell. Beratung, Planung und ein Vor-Ort-Termin zur Dachmontage machten einen guten Eindruck. Eine elektrotechnische Vorbesichtigung durch Fachpersonal fand jedoch nicht statt – ein Versäumnis, das sich später negativ auswirkte. Nach Vertragsunterzeichnung verzögerte sich das Projekt mehrfach. Termine wurden nicht eingehalten oder ohne Rückmeldung verschoben. Die Lieferung erfolgte unangekündigt, trotz mehrfacher Bitten um vorherige Abstimmung. Beim Montagetermin erschienen die Monteure mit einem veralteten Plan, fehlendem Material – wir halfen mit aktuellen Unterlagen aus. Eine Paneele wurde beschädigt, Ersatz erst nach weiterer Nachfrage montiert. Während der Montage wurden einige Dachziegel beschädigt – was grundsätzlich nachvollziehbar ist. Allerdings war uns bis dahin nicht bekannt, dass laut AGBs der Kunde für Ersatzdachziegel und die statische Prüfung selbst verantwortlich ist. Eine Begutachtung der Dachstatik durch das Unternehmen erfolgte nicht; stattdessen hätte dies von uns vorgenommen werden müssen. Außerdem wurde eine Paneele beschädigt. Obwohl noch eine Ersatzpaneele vorhanden war (die finale Skizze wurde nicht vollständig umgesetzt), wurde diese zunächst nicht ausgetauscht. Erst nach Kontaktaufnahme mit dem Projektleiter wurde sie bei einem Folgetermin ersetzt. Nach der Dachmontage stellte sich heraus, dass der Projektleiter ausschließlich für die Dachmontage zuständig war – nicht aber für den weiteren Projektverlauf. Entsprechend war zunächst niemand für den elektrischen Teil ansprechbar. Erst nach Gesprächen mit der Geschäftsführung wurde ein Termin für die AC-Montage vereinbart – auch dies erfolgte nur auf unsere Initiative und nach schriftlicher Fristsetzung. Zum vereinbarten Termin erschien ein Elektriker. Er teilte mit, dass sie üblicherweise zu zweit arbeiten, sein Kollege jedoch krank sei und Unterstützung später kommen wird. Dies geschah jedoch nicht. Daher mussten wir beim Tragen des Speichers und des neuen Zählerkastens helfen. Entgegen unserer Annahme – basierend auf dem Beratungsgespräch mit dem Vertrieb – wurde der alte Zählerkasten nicht ersetzt, sondern ein zusätzlicher daneben montiert. Dieses Vorgehen war für uns als Laien nicht vorhersehbar. Bei der Ausführung der Zählerkastenerweiterung wurden flexible Leiter ohne Aderendhülsen angeschlossen (Verstoß gegen DIN VDE 0100-520). Die Haltung des Unternehmens zu DIN-Normen wurde uns gegenüber als „freiwillige Standards“ dargestellt – eine Aussage, die uns fachlich wie kommunikativ stakt irritiert hat. Auf unsere Beanstandung reagierte der Geschäftsführer erst nach Ablauf der ersten Frist und einer erneuten Fristsetzung. Zwar wurde eine Nachbesserung in Aussicht gestellt, ein Mangel aber nicht anerkannt. Aufgrund des entstandenen Vertrauensverlusts entschieden wir uns, die Korrektur durch ein anderes Fachunternehmen vornehmen zu lassen. Hinzu kommt, dass unser Wunsch, den Gesamtbetrag in einer Summe zu zahlen und das Skonto zu nutzen, offenbar nicht intern weitergeleitet wurde. Eine Zahlung in einer Summe war dadurch nicht mehr möglich. Entgegen der vertraglichen Regelung wurde außerdem noch darauf bestanden, dass die Rechnung vollständig zu begleichen sei, bevor die Fertigmeldung beim Netzbetreiber erfolgt – obwohl diese Leistung laut Vertrag Bestandteil des vereinbarten Leistungsumfangs ist. Fazit: Die Photovoltaikanlage funktioniert bislang wie gewünscht. Die Umsetzung bis dahin war jedoch durch eine Vielzahl organisatorischer und kommunikativer Schwächen geprägt. Aus unserer Sicht ist das Projektmanagement verbesserungswürdig, die internen Abläufe nicht ausreichend abgestimmt und die fachliche Ausführung im Bereich der Elektromontage nicht zufriedenstellend. Wir vergeben daher wohlwollende zwei Sterne.